Heinz Janzen (*1932 – †2012)

Portrait von Heinz Janzen

“Malen heißt Befreiung”

Heinz Janzens künstlerischer Weg war geprägt von der Suche nach Freiheit. Geboren in Goslar, absolvierte er zunächst ein Berufsleben als Maler, Dekorateur und später als Chemikant, bevor er sich ab 1985 ganz der Malerei widmete. Als Autodidakt erschloss er sich die Welt der Kunst jenseits akademischer Zwänge – für ihn war dieser Schritt ein Akt der persönlichen Befreiung und der Beginn einer tiefen Auseinandersetzung mit Farbe und Form.

Zwischen Figuration und Abstraktion

Geleitet von der Überzeugung „Am Anfang war das Bild", malte Janzen Wahrheiten so, wie er sie empfand. Sein Werk spannt den Bogen von ausdrucksstarken, expressionistischen Porträts bis hin zur völligen Auflösung des Gegenständlichen. Dabei wurde der Malprozess selbst – der energetische Farbauftrag und die Arbeit mit dem Spachtel – zum zentralen Thema seiner Arbeit.

Der Betrachter als Mitwirkender

In Anlehnung an Antoni Tàpies verstand Janzen seine Bilder als Einladung. Für ihn vollendete sich ein Werk erst durch die Imagination des Gegenübers. Seine Arbeiten sind keine bloßen Abbilder, sondern Resonanzräume für eigene Gedanken und Gefühle, die den Betrachter zur aktiven Teilhabe auffordern.

Eine humanistische Haltung

Janzen war ein erklärter Menschenfreund, dessen Schaffen auf einem tiefen moralischen Fundament stand. Geprägt durch seine Erfahrungen als Zeitzeuge, war sein Weltbild von einer unerschütterlichen Ablehnung von Unrecht und totalitären Ideologien geformt. Diese humanistische Überzeugung floss als stiller, aber steter Leitfaden in seine Kunst ein. Als aktives Mitglied im BBK und der Gruppe „Jakobo 90" prägte er die Kunstszene seiner Heimat; zuletzt lebte und arbeitete er in Bredelem.

Ausstellungen & Präsenz

Seine Werke waren in zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen zu sehen, unter anderem in Hamburg, Trier, Hagen, Goslar sowie im französischen Arcachon. Heute befinden sie sich in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen – als zeitlose Zeugnisse eines Künstlers, der Farbe und Form als Sprache für das Unaussprechliche nutzte.

Über dieses Archiv

Diese Website ist ein gemeinsames Projekt der Familie von Heinz Janzen, um sein künstlerisches Erbe lebendig zu halten und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

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